Unterstützung bei Krankheit und Verlust
Im Tod steckt das Leben. Wer sich mit dem Sterben auseinandersetzt, beginnt die Kostbarkeit jedes Augenblicks zu spüren und sein wahres Potential zu erkennen. Der beste Zeitpunkt, um sich vorzubereiten, ist jetzt.
Was würde sich ändern, wenn wir der Unausweichlichkeit des Sterbens mit Wärme und Mitgefühl begegnen würden? Würden wir lernen, wirklichen Frieden mit dem Tod zu schließen? Würden wir lernen, mit mehr Offenheit zu leben und auch anderen dabei zu helfen, dem Tod mit weniger Angst entgegenzusehen?
Reflexion über Sterben und Tod
Im Buddhismus sind Leben und Tod keine Gegensätze, der Tod ist schlicht ein neues Kapitel. Ganz radikal gesagt heißt es, dass Leben und Tod im Geist sind, nirgends sonst. Der Geist ist die Grundlage all unserer Erfahrungen. Das ist eine gute Nachricht für uns, weil es bedeutet, das wir dem Strudel unserer Gedanken und Gefühle nicht hilflos ausgeliefert sind. Durch Achtsamkeit, Mitgefühl und Einsicht können wir unseren rastlosen Geist zur Ruhe bringen, mit Angst, Wut, Trauer und Schmerz arbeiten und sie heilen. Je stiller und klarer unser Geist wird, desto mehr beginnen wir unsere wahre Natur zu erahnen, jenseits von Tod und Wandel.
Zu erkennen, wer wir wirklich sind, schenkt uns den Mut, das Vertrauen und die Klarheit, um gut zu leben und gut zu sterben.
Vielleicht hast du schon vom Tibetischen Totenbuch gehört, einem der bedeutendsten Texte des tibetischen Buddhismus, besonders seiner ältesten Schule. Es ist ein Wegweiser durch die Zustände nach dem Tod und geht auf den Meister Padmasambhava zurück, auch bekannt als Guru Rinpoche, der im 8. Jahrhundert die Lehren Buddhas nach Tibet brachte. Der moderne Klassiker Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben schöpft aus diesen Lehren und macht sie für uns zugänglich, nicht nur als Vorbereitung auf den Tod, sondern als Orientierung für das Leben und den gesamten spirituellen Pfad.
Im Buddhismus sind Leben und Tod keine Gegensätze, der Tod ist schlicht ein neues Kapitel. Ganz radikal gesagt heißt es, dass Leben und Tod im Geist sind, nirgends sonst.
Praktische Ratschläge und Anleitungen
Kontemplation und Vorbereitung
Diese Sammlung enthält Belehrungen und Anleitungen, die dazu einladen, dem Tod mit Achtsamkeit und Offenheit zu begegnen, ganz gleich, ob du gerade erst anfängst, dich mit dem Buddhismus zu beschäftigen, ob du dich auf deinen eigenen Tod vorbereiten möchtest, einen sterbenden Menschen begleitest oder einfach neugierig bist, was nach dem Tod geschieht.
Unter diesem Link findest du kurze Belehrungen buddhistischer Lehrer*innen mit praktischen Hinweisen und persönlichen Ratschlägen zu den Themen:
- Vergänglichkeit und Tod tiefer verstehen,
- mit schwierigen Gedanken und Gefühlen umgehen,
- sich auf den eigenen Tod vorbereiten,
- einen sterbenden Menschen einfühlsam begleiten,
- und was man nach dem Versterben eines Menschen tun kann.
Jemanden im Moment des Todes begleiten
Diese kurzen geführten Übungen können sowohl Sterbenden als auch ihren Nächsten eine echte Hilfe sein. Du kannst sie dem Sterbenden vorspielen oder sie in seinem oder ihrem Namen praktizieren.
Sogyal Rinpoche
Eine Übung für Sterbende (A practice for the dying)
Sogyal Rinpoche
Begleitung eines sterbenden Menschen
Kirsten Deleo
Ein weiteres Video mit einer geführten Praxis – demnächst verfügbar
Der Kurs „Im Spiegel des Todes“ bietet eine Einführung in das tibetisch-buddhistische Verständnis von Sterben und Tod, basierend auf dem Tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben.
Selbststudium
Als Unterstützung bei der Reflexion über Tod und Sterben findest du in unserem Onlineportal “Prajna” eine Sammlung kurzer Belehrungen mit Ratschlägen von buddhistischen Lehrer*innen.
Spiritual Care-Zentren
Rigpas Spiritual Care-Zentren in Irland und Deutschland bieten Unterstützung für Menschen mit chronischer oder lebensverkürzender Krankheit, für Menschen mit Behinderung und auch Menschen, die Trauer tragen .
Jeder ist herzlich eingeladen, Gebete für sich selbst, für seine Angehörigen oder für seine Projekte zu erbitten. Alle Gebete werden in die täglichen Praktiken der Gemeinschaft in Deutschland aufgenommen.